Was ist eine Restauration?

Definition des Wortes Restauration nach dem Duden:

(Geschichte, Politik) Wiederherstellung früherer (z. B. durch eine Revolution beseitigter) gesellschaftlicher, politischer Verhältnisse [und Wiedereinsetzung einer abgesetzten Regierung, Dynastie o. Ä.

Restaurationen sind und waren seit Jahrhunderten Gang und Gebe. Besonders bekannt ist z.B. die Restauration des Deutschen Bundes 1848 oder die Niederschlagung des Prager Frühling durch sowjetische Panzer. Doch ist eine Restauration zwangsläufig etwas schlechtes?

Natürlich ist sie das nicht, das Wort an sich ist zwar durchaus negativ besetzt und durch Negativbeispiele bekannt aber gibt es auch positive Auswirkungen einer Restauration. Eine solche positive Auswirkung ist die Wiederherstellung einer Demokratie durch eine ausländische Intervention. Genau eine solche positive Restauration erleben wir gerade in Mali. Französische und afrikanische Truppen restaurieren den malischen Staat um die alten politischen Verhältnisse wieder herzustellen und so ist die Restauration auch wünschenswert. War Mali doch vor dem Aufstand der Tuareg doch eine Demokratie. Und das selbst nach westlichen Standards.

Natürlich darf man sich trotzdem die Frage stellen aus welchen Motive diese Restauration geschieht, so stellt man sich auch die Frage warum 1848 der preußische König lieber die Demokratiebewegung nieder schoss anstatt sich zum deutschen Kaiser eines großdeutschen Reiches machen zu lassen.  So stellt sich die Frage warum die UdSSR den Prager Frühling mit Gewalt unterdrücken lies oder das Kaiserreich Russland ebenfalls 1848 gegen die ungarischen Demokratiebestrebungen vorging. Doch meist ist recht offensichtlich warum eine Restauration angestrebt wird. Sie schützt strategische Interessen und bewahrt einen, potenziell wichtigen, Verbündeten vor dem Untergang. In Fällen von autokratischen Regime ist eine Restauration eine Niederlage für das Volk. Im Falle einer Demokratie ist es ein Erfolg für das Volk, Freiheiten werden wieder hergestellt und eine Regierung nach Wunsch des Volkes kann wieder zusammentreten. Behalten wir diesen Gedanken einfach im Hinterkopf wenn das nächste Mal jemand ruft:

In Mali sind die Franzosen doch nur wegen den Ressourcen!
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Der Saubere Krieg

Drohnen sind ein Thema das unsere Gesellschaft belastet und zur Diskussion bringt. Gerne wird in den Medien ausführlich über die Unmöglichkeit und Möglichkeit diskutiert diese Waffen anzuschaffen.

Ich bin eindeutig dafür Drohnen in das Waffenarsenal der Bundeswehr aufzunehmen und zwar deshalb:

Drohnen dienen der Sicherheit von eigenen Soldaten. Sie ermöglichen es mit kleinem Aufwand das Umfeld eines Einsatzes der Bundeswehr zu erkunden und möglichst früh feindliche Aktivitäten zu erkennen. Drohnen haben eine bessere Reichweite, einen erheblich geringeren Verbrauch und es werden keine Menschen während den Einsätzen belastet. Ebenfalls ist es einfacher Luftunterstützung zu gewähren.  Es ist allgemein bekannt das Luftunterstützung ein Problem der Bundeswehr ist. Durch Drohnen kann man ständig kampfbereite Einheiten in der Hinterhand haben oder schnell Unterstützung zu Kampfeinheiten zu schicken.

Stichwort „Sauberer Krieg“. Gerne verweißen Kritiker auf den Einsatz der Drohnen im Kampf gegen den Terror. Doch ist die Frage ob ein Werkzeug überhaupt etwas für die Art dieses Krieges kann. Ist es wirklich von Unterschied ob eine F-16 oder eine Predator das Dorf in Afghanistan auslöscht? Man argumentiert mit einem Scheinargument. Auch ohne Drohnen gibt es Kampfeinsätze und Interventionen. Die 2 größten Interventionen der letzten 10 Jahre liefen vollkommen ohne Hilfe von Drohnen ab und wurden trotzdem durchgeführt.

Die Sache mit den 12.000 Raketen

Es starben 90 Palästinenser aber nur 3 Israelis. Was sagt uns das?

Ein Kommentar der fast unter jedem Beitrag mit Bezug auf Israel, Naher Osten, oder Gaza steht. Über den neusten Beitrag unseres Freundes Augstein brauche ich erst gar nicht sprechen. Der führt nur zu intensiver Wiedergabe meines Essens.

Was sagt uns also das 80 Palästinenser tot sind aber nur 3 Israelis?

1. Die Israelis tun alles um ihr Volk zu schützen

2. Der Hamas geht das eigene Volk am Arsch vorbei

3. Die israelischen Angriffe haben eine große Effizienz. Nach 1000 Luftschlägen sind, nach der größten Schätzung etwa 100 Personen getötet werden. Das macht pro 10 Luftschläge 1 Tote

4. Die Raketen der Hamas sind nur billige Feuerwerkskörper

5. Iron Dome und andere Raketenabfangsysteme arbeiten effektiv genug um Ballungszentren zu schützen

Eigentlich hat dieser Satz aber einen ganz anderen Zweck. Er soll Israel in die Ecke des bösen Aggressors stellen der doch viel mehr Menschen tötet. Dieser Satz verharmlost dabei die 12.000 Raketen die in den letzten Jahren auf Israel geschossen wurden. Oder die 800 die seit Beginn der neusten Offensive abgeschossen wurden. Die bösen Israelis sollen doch damit Leben das sie andauernd unter Beschuss genommen werden. Es ist ja nicht schlimm tagtäglich in Bunker hüpfen zu müssen, nackt über die Straße zu rennen oder wenn man im Wohnzimmer sitzt Angst haben zu müssen das einem eine Rakete gleich den Kopf weg pustet. Was ist schon die Angst zu sterben, die zerstörte Jugend von Kindern die mit dem täglichen Luftalarm aufwachsen. Was ist schon die Traumatisierung von 75% der Bevölkerung in Reichweite der Raketen.

Ach ich habe vergessen. Alle Israelis lieben die Apartheit, sind Faschisten und bevorzugen die Endlösung. Oder war das nicht doch die Hamas?

Die Geister die ich rief

Die Welt berichtet in einem ihrer Artikel über ein Gefängnis der Rebellen in Syrien. Das Gefängnis der Geister.

Der Artikel zeigt ein anderes Bild vom Bürgerkrieg. Das dreckige Bild, das Bild das keiner sehen will. Es reiht sich hinter die Videos auf Youtube ein die tote Kinder und Zivilisten zeigen die eindeutig von Regime Truppen erschossen wurden. Einige werden diesen Artikel als Waffe für ihren ideologischen Kampf nutzen. Sie werden diesen Artikel nutzen und in ihr Bild einfügen. Es werden Kommentare hageln die von Assads verzweifelten Kampf gegen die vom Westen und den Salafistenstaaten unterstütze Terroristen, sprechen werden.

Dennoch muss man mit einer gewissen Portion Pragmatismus diese Berichte konsumieren. Jedem der sich mit Syrien beschäftigt muss klar sein das das Regime den Krieg begonnen hat und von Anfang an Gewalt eingesetzt hat. Es ist unabstreitbar das Assad auf Eskalation und pure Gewalt gesetzt hat. Die Geister die er rief wird er nicht mehr los. Doch muss auch jedem klar sein das die Gegner des Regimes nicht die weißen Ritter für Demokratie und Frauenrechte sind sondern einfache Bürger, desertierte Soldaten oder Kämpfer, die man getrost als Terroristen bezeichnen kann.

Es gibt in Syrien kein absolutes Gut und kein absolutes Böse. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Es gibt nur eine Perspektive die man hat und aus der man alles betrachten kann. Für den Islamophobiker ist tatsächlich Assad Gut. Für den Liberalen die Aufständischen. Denn keine Regierung der Welt hat das Recht die Bevölkerung, und wenn sie in der Minderheit ist, mit solcher Brutalität zu unterdrücken wie es in Syrien geschieht.  Der Kampf in Syrien mag dreckig, blutig und für uns im Westen verabscheuungswürdig sein. Aber er ist ein Kampf der geführt werden muss um Besserung zu erreichen. Am Ende eines jeden Tunnels ist das Licht. Hoffen wir das in Syrien der Tunnel bald zu Ende ist.

Übrigends
Es gibt Hinweise das dschihadistischen Terrorgruppe „al-Nusra-Front“ eine vom syrischen Geheimdienst geleitete Terrorgruppe ist die ganz nach Lehrbuch False Flag Aktionen vollführt um künstliche Beweise für die islamistische Bedrohung zu erschaffen.