Mein Gespräch mit einem Anti-Zionisten

Folgendes: Heute, am 17.08.2014, habe ich mich dazu entschieden einer Person die eindeutig Anti-Assad und Pro-Palestina ist zu folgen um Informationen über Syrien zu erhalten. Das war das Gespräch das sich daraus entwickelte:

Erklärung: Zed – Er

Zed:

Dear New Follower with „Pro-Israel“ in your bio, kindly unfollow me. Kthanksbye

Ich:

Nope.

Zed:

ok, just know that I’m staunchly anti-Israel.

Ich:

I know. It is your opinion and your opinion is free to be choosen. #Justdemocrazythings
Now i’m allowed to follow you?

Zed:

haha, yes. Just behave or you’ll get blocked 😁haha, yes. Just behave or you’ll get blocked

Ich:

I promise it. I’m a nice evil Zionist 😉

Zed:

that’s like unicorns, non-existent :p

Ich:

Time will come, time will show

Zed:

what exactly? Unicorns, or that you’re a nice Zionist?

Ich:

What seems more likley? Of course that I’m a nice person. And nice persons can be zionists or pro-palestine or whatever.

Zed: (Achtung! Gedankenprotokoll)

Ill give you the benefit of the doubt. (Meine Worte:) Because you are a German and German have a funny accent

Ich:

Dankeschön. Have a nice day.

Zed: (Achtung! Gedankenprotokoll! Der Wechsel zwischen Deutsch und Englisch ist authentisch.)

Bitte. Dir auch einen schönen Tag. I’m not sure if correct

Ich:

100% Correct

Nachspiel:

The Tweeting Akh

@Zed you accept him?

why didn’t you block him

think of those filth Zed. Think of what he supports, and what they are doing to innocent people.

Zed:

I didn’t follow him back.He is in no way my friend.A lot of them follow me for Syria news.What about the Shias who follow you?

Akh:

which shia? And let them find the news themselves, they occupy part of it fgs. Zionists are filth and we both know it

Auf das Einbinden der Tweets direkt von Twitter wurde aus gutem Grund verzichtet. Ein Teil der Konversation fehlt. Wenn man das Nachspiel berücksichtigt sieht man auch schnell warum.

Warum mich Israel fasziniert

Ich bin ein ganz normaler Deutscher. Geboren in den Neunzigern und aufgewachsen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Mich verbindet persönlich nicht viel mit dem Staat am Mittelmeer und auch sonst bin ich eine ganz normale Person. Tatsächlich habe ich ein Faible für Politik und Geschichte und beschäftige mich seit ich denken kann mit den verschiedensten geschichtlichen Ereignissen. Erst waren es die Römer und Ritter. Heute ist es die Zeit des Imperialismus.

Dennoch fasziniert mich der Staat Israel. Das Land der Juden, das so vielen Minderheiten ein demokratisches und freiheitliches Leben ermöglicht ist für mich einer der wenigen Staaten die ich wirklich bewundere. Dazu gehören vielleicht noch die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem legendären Winston Churchill. Doch ist es Israel das so oft in den Medien auftritt, so viel Spott einstecken muss und so viel Hass und Vernichtungsdrohungen erlebt. Seit der Gründung der nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes haben die arabischen Nationen versucht den Staat mit kriegerischen Mitteln zu beseitigen. 3 Kriege brauchten sie um ihre Strategie zu ändern. Von der offenen Konfrontation wechselten die Araber zum Terrorismus und als auch der Terrorismus zu scheitern drohte wechselten sie zur systematischen Delegitimierung. Heute versucht man Israel nicht mehr mit brutaler Gewalt zu zerstören sondern mit Fernsehbildern und Boykotten. Der antisemitische Mob wütet auf den Straßen, greift Synagogen an und versucht die Brutalität eines kleinen Staates herauszuarbeiten. Ein kleiner Staat umgeben von Diktatoren, gescheiterten Demokratien und blutrünstigen Terrororganisationen die nicht der Religion des Friedens huldigen sondern einen makaberen Todeskult ausleben.

Trotz dieser Bedrohungen scheint es in Israel ein normales Leben zu geben. Sie heimsen ihre Nobelpreise ein, haben eine gewaltige Startup Szene entwickelt und schaffen es sogar ihre Güter nach Europa zu exportieren. Es ist bemerkenswert wie sehr diese Gesellschaft unter unbeschreiblichem Druck weiter besteht und sich ihren demokratischen Kern behält. Während man in Deutschland auf jede Erwähnung der vergangenen Verbrechen mit äußerster Aggressivität reagiert schaffen es die Israelis irgendwie an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. Obwohl die Hamas sich Charten schreibt, über jeden toten Israeli jubelt und Kriegsverbrechen wie 1944 begeht verhandelt man tatsächlich mit diesen Verbrechern? Wie kann man davon nicht fasziniert sein.

Kritik an Israel

oder: Mein Leben ist langweilig.

Wer kennt sie nicht? Die Kritik an Israel oder auch Israelkritik. Es gibt sie in zwei, grundverschiedenen, Ausführungen die sich aber doch einen Aspekt teilen. Die erste Ausführung ist die gut gemeinte Kritik. Sie beginnt meistens mit: „Israel ist in Gefahr!“ oder „Wenn Israel sich nicht endlich zur Mitte bewegt“ oder „Israel wandert nach rechts!“. Die zweite Ausführung ist die Kritik zum Wohle der israelischen Feinde. Bei ihr dreht es sich darum „Unverhältnismäßigkeit“ oder „Exzesse“ anzukreiden. Man kritisiert Israel nicht um Israel zu verbessern sondern um es den Palästinensern oder wie sie alle heißen besser zu machen.

Bevor es an die Aufarbeitung geht gibt es einen wichtigen Punkt: Israelkritik ist kein Antisemitismus. Es gibt Antisemiten die ihre Kritik an Israel als Israelkritik tarnen oder auch einfach nur rassistische Schweine die ihren Hass auf alles Fremde damit tarnen wollen, indem sie auf einer Welle der Kritik mitschwimmen. Darum geht es in diesem Beitrag aber nicht. Genug kluge Menschen haben darüber gestritten und geschrieben. Ein guter Beitrag im zum Beispiel folgender: Es gibt ja genug Gründe, uns Juden nicht zu mögen.

In diesem Beitrag geht es um etwas anderes, das Israelkritik so absurd und lächerlich macht. Es geht schlicht und ergreifend darum das die Kritik an Israel im überwältigenden Maße von Menschen kommt die weder Israel noch die Autonomiegebiete je gesehen geschweigenden betreten haben. Sie haben keine nähere Verbindung mit dem israelischen Staat, kein Hintergrundwissen und sind in militärischen Belangen äußert unqualifiziert. Sie kennen sich nicht mit Strategien oder Waffen aus und wenn man ihnen Worten wie Trophy oder Iron Dome um die Ohren schlägt, zucken sie nur mit den Schultern. Sie verbinden die Hamasraketen tatsächlich mit Feuerwerk und haben nicht die geringste Ahnung warum die ganzen Gebäude in Gaza zerstört sind.

Dennoch meinen sie etwas zum Nahostkonflikt beitragen zu können. Sie meinen von Deutschland aus sagen zu können ob ein Luftschlag gegen einen Raketenstarter jetzt verhältnismäßig oder ein Kriegsverbrechen ist. Das können sie nicht. Diese ganzen Israelkritiker oder Freunde der Palästinenser haben, in der überwältigenden, Anzahl nie eine Waffe in der Hand gehabt, nie einen Raketenalarm erlebt noch je einmal die Haager Landkriegsordnung oder die Genfer Konvention studiert. In jedem anderen Umfeld würde man solche Menschen über den Mund fahren, man würde sie des Platzes verweisen oder schlicht und ergreifend auslachen. Wenn es um Israel geht verliert man plötzlich alle objektiven Standards. Dann darf ein „Typ des Judenrates“ plötzlich über Verhältnismäßigkeit referieren oder sagen: „Das geht ja gar nicht!!11!11“.

Entschuldigung, aber solche Kritik nützt absolut niemandem etwas. Sie macht kein einziges Kind in Gaza lebendig, sie beendet keine Raketen und führt auch nicht zu „dem Frieden.“. Im Gegenteil führt sie zur Abstumpfung der israelischen Öffentlichkeit und Politik. Ständiges Wiederholen des Mantra „Kriegsverbrechen“ oder „Friedensprozess“, führt dazu das uns keiner mehr zuhören möchte oder wird. Gute Gedanken gehen in dem Sturm von unnützem Bullshit unter und berechtigte Kritik kommt nicht mehr an weil sie in einer Flutwelle aus „Kriegsverbrechen!!!“-Schreien untergeht. Israel und Gaza werden nicht friedlich werden wenn wir hier, im Westen, Israel kritisieren und die Hamas hochloben. Der Terror in Syrien wird nicht beendet weil wir gegen die „Kindermörder“ demonstrieren und der Weltfrieden tritt nicht ein weil in Berlin gegen „die Rotschilds“ gehetzt wird. Wer das denkt ist im besten Fall naiv, im mittleren Fall ein Idiot und im schlechtesten Fall ein zynisches Arschloch. Wenn sich irgendetwas verändern soll, in Israel, Gaza, Ägypten oder im Westjordanland kann das nur geschehen weil die Völker es selbst wollen. Frieden kann es nur geben wenn die israelische Gesellschaft ihre eigene Debatte führt und die palästinensische Gesellschaft dem Terror abschwört. Dabei brauchen sie keine guten Ratschläge irgendwelcher deutscher Philosophen.

Gebt den Juden Deutschland!

Eine reichlich absurde Forderung, verbreitet diese Webseite. Anstatt sich mit den wirklichen Problemen auseinander zu setzen, wendet man sich dem dumpfen Antisemitismus zu.

Die Grundprämisse des Antizionismus und Antisemitismus ist die Erklärung des iraelischen Staates zu einem künstlichen Konstrukt. Dies geschieht entweder über die Leugnung der uralten jüdischen Geschichte oder über die Erklärung: „Israel gibt es nur wegen dem Holocaust.“ Natürlich sind beide Punkte gelogen und entsprechen nicht der Wahrheit.

Die Tatsachen sind: Die jüdische Geschichte hat ihre Ursprünge bei den frühen Menschen. Sie lässt sich bis zu den alten ägyptischen und babylonischen Reichen zurückführen. Noch bevor Alexander der Große ein Weltreich errichtete siedelten Juden und ihre Nachkommen im heutigen Israel. Sie errichteten das Königreich Davids und verbreiteten sich bis Äthopien und Zentralasien. Man kann also mit gutem Gewissen behaupten: Israel ist die Wiedergeburt eines der ältesten Staaten der Menschheitsgeschichte.

Die jüngere Geschichte ist natürlich interessanter, verliert man sich bei der Urgeschichte doch schnell in einer Debatte um „Quellen“ und „Beweise“. Diese Quellenfrage stellt sich bei der jüngeren Geschichte nicht. Jeder kennt die Geschehnisse und der rote Faden ist mehr oder weniger allgemein anerkannt.

Mit Beginn des ausgehenden 19. Jahrhundert formten sich die Nationalstaaten und das Bewusstsein vieler verschiedener Minderheiten. Das jüdische Volk stellt dort keine Ausnahme dar. Dennoch kann man auch hier, nicht alle Juden und verschiedenen Richtungen, in einen Topf werfen. So waren die arabischen Juden mehr Araber und die deutschen Juden aufrechte Patrioten. Sie gingen so weit, in einem brutalen und nutzlosen Krieg zu sterben. Wo war also der Nährboden der Flucht und Auswanderung? Sie war im Osten. Das reaktionäre Zarenreich kannte Progrome bevor das Wort in Deutschland überhaupt gebraucht wurde. Während in Deutschland, die Juden, Reichtum anhäufen konnten und Staatsbürger waren, brannten im Reich des Autokraten ihre Häuser. Wo begann also die große Flucht? In Russland. Auch wenn nur wenige Palästina, als neue Heimat wählten, flohen sie doch in die freie Welt um in Freiheit leben zu können.

Einige Zionisten forderten einen Staat in Ostafrika, andere in Südamerika, andere eine Kolonie in Amerika und die letzten in Palästina. Bis zum Großen Krieg zog sich die Debatte hin und tatsächlich dämpfte der große Krieg auch erst einmal die Erwartungen aller Juden und Zionisten. Die Türkei stand gegen die judenfreundliche britische Regierung und kämpfte erbittert für die Rückeroberung Ägyptens. Ein islamisches Reich hätte wohl keinen jüdischen Staat geduldet.

Kommen wir also zum Punkt warum Israel in Israel ist und nicht in Deutschland: Der erste Weltkrieg. Dieser Krieg, die jüdischen Freiwilligen und die Lobbyarbeit der Zionisten führte zur Anerkennung Palästinas als Heimstätte des jüdischen Volkes. Selbst der König der Araber, Faisal, erkannte diese Heimstätte an und verpflichtete sich, für Großsyrien, eben diese Juden zu unterstützen. Im Sauseschritt nähern wir uns dem entscheidenden Punkt. Israel ist in Israel weil die Gründung nicht am 8. Mai 1945 beschlossen wurde. Israel ist in Israel weil die Gründung mit dem Ende des ersten Weltkrieges beschlossen und von dem Völkerbund, der ersten Allianz der Mehrheit der Völker, anerkannt wurde.

Renversement des alliances

oder … wie man es absolut niemals machen sollte.

„Lasst uns schauen, was Iran zu tun bereit ist, bevor wir weitere Ankündigungen machen. Aber wir sind bereit zu jedem konstruktiven Prozess, der die Gewalt beendet.“

Die Amerikaner wollen keine Truppen in den Irak schicken, dieser Umstand ist für den normalen Europäer verständlich. Man kennt die hohen Opfer einer Intervention und möchte nicht nochmals amerikanische Männer in Särgen nach Hause bringen. Das die Amerikaner sich dagegen mit dem Iran verbünden ist eine der schlechtesten Ideen dieser ganzen Krise. Die letzten Invasionen und Operationen waren dafür da um den Iran zurückzudrängen. Der Kampf in Syrien ist ein knallharter Stellvertreterkrieg zwischen dem sunnistischen Block um Saudi-Arabien und der schiitischen Achse um den Iran. Die USA haben zwar immer den Rücktritt Assads gefordert, aber auch ausdrücklich den Dialog gefordert und sich nie klar positioniert. Man widerstand dem saudischen Drängen nach einer Intervention und dennoch konnte man Assad die Chemiewaffen abnehmen.

Die letzten Jahre dominiert der Gegensatz Iran – USA die Nahostpolitik. Die USA wollen alles verhindern um die iranische Bombe zu verhindern, scheitern dabei aber kläglich, wollen den Friedensprozess voranbringen, Israel irgendwie zufriedenstellen und sich langsam aber sicher soweit zurückziehen das sie zwar noch die Ölrouten kontrollieren aber keine wirkliche Gefahr mehr eingehen. Eigentlich wäre der Ausgleich mit dem Iran da logisch. Man schaltet den härtesten Feind aus, indem man ganz einfach verhandelt. Doch so einfach ist Weltpolitik nicht. Wenn die USA sich tatsächlich dazu entscheiden mit dem Iran und Maliki gegen die ISIS zu ziehen, kann man das als größten Fehler seit der Irak-Invasion bezeichnen.

Auch wenn das in den westlichen Medien nicht so sehr debattiert wird und in der Öffentlichkeit sowieso ausgeblendet wird ist die derzeitige Krise kein Kampf Terroristen gegen Regierung. Im Gegenteil ist sie ein ganz, „normaler“ Bürgerkrieg. Nicht umsonst wird die irakische Armee inzwischen Malikis Miliz genannt und nicht umsonst weißen genug Akteure darauf hin das, ISIS nur der Kopf eines sunnistischen Aufstandes ist. Mit ISIS kämpfen Stammesmilizen, verzweifelte Desserteure und Baathisten. Die Parallelen zu Syrien sind erstaunlich. Auch dort kämpft die FSA, die islamische Front, ISIS und Al-Nusra mal gegen Assad und mal gegen einander.

Wenn die USA nun, Seite an Seite mit iranischen Truppen ziehen, nehmen sie die Position des Schiitischen Beschützers ein. Lokal mag das sinnvoll sein und vielleicht sogar für Sympathie bei den irakischen und iranischen Schiiten führen. Die Auswirkungen auf die Sunniten werden verheerend sein. Saudi-Arabien kann so ein Vorgehen niemals akzeptieren oder verzeihen und wird umso mehr die Unabhängigkeit, Aufrüstung und nukleare Option anstreben. Jeder verdammte Terrorist im Nahen Osten kann in die örtliche Koranschule marschieren und sagen: „Sehr her! Die USA unterstützen die Ketzer. Sie sind unsere Feinde!“. Es wird sicherlich zu Anschlägen auf Amerikaner und Europäer kommen und die Öffentlichkeit wird sich wundern: „Wir haben die Muslime doch unterstützt. Warum greifen sie uns an?“. Weil ihr, wir, die Falschen unterstützt haben. Wenn man eine Minderheit im Kampf gegen die Mehrheit unterstützt und damit noch die iranische Vormachtstellung im Nahen Osten stabilisiert, Israel in Gefahr bringt und damit so ziemlich alle ankackt muss man sich nicht wundern wenn diese irgendwann zurückschlagen.

München – Tel Aviv – Teheran

Ein Deal mit Nebenwirkungen

Obama und Rohani haben sich nicht gesucht aber sie haben sich gefunden. Der eine verabschiedet sich aus dem Nahen Osten, wendet sich Asien zu und kümmert sich um amerikanische Probleme während der andere auf einen verrückten Holocaust-Leugner und Massenmord-Befürworter folgt, wohl in einigermaßen freien Wahlen gewählt wurde und im Westen gerne für einen neuen Gorbatschow gehalten wird.

Beide Männer haben das selbe Problem. Das iranische Atomprogramm. Seit der islamischen Revolution steht der Iran kurz davor die Atombombe fertig zu stellen und Israel von der Landkarte zu löschen. Seit 1979 droht monatlich das Armageddon am Mittelmeer. Tatsache ist das Obama ein Mann der Verhandlungen ist. Er hat lieber Assad die Waffe an den Kopf gehalten und ihm die Massenvernichtungswaffen abgepresst, Israel den gefährlichsten Feind abgenommen und Syrien effektiv als Faktor ausgeschaltet. Ebenfalls sorgt er dafür das Zinnsärge mit iranischen Hilfstruppen in Teheran eintreffen und die Hisbollah im Libanon immer mehr in die Defensive gerät. Natürlich will er jetzt im Hauruckverfahren den Nahost Konflikt lösen, Palästina befreien und die Autonomiebehörde in einen Staat verwandeln.

Es könnte so schön sein.Der Iran gibt das, militärische Atomprogramm auf, darf in Syrien machen was er will und die Sanktionen fallen. In 10 Jahren werden die Mullahs, vollkommen entwaffnet, von Bush 3.0 aus dem Amt gebombt und der Iran befriedet. Die Einigung in Genf stand kurz bevor und die NWO applaudierte bereits. Doch dann wehrten sich plötzlich die Franzosen und jetzt wehren sich auch noch die Israelis. Die müssen doch nur ein bisschen Land aufgeben, die Verfügungsmasse über Palästina abgeben und den Jordan mit all seinem Wasser an die netten Araber die Israel doch so sehr lieben abtreten. Dabei spielen sie leider gar nicht mit und wüten gegen Obama. Es ist durchaus möglich Genf 2013 mit München 1938 zu vergleichen und stolz: „Peace for our time!“ zu brüllen nur damit in ein paar Jahren ein neuer Krieg beginnt. Denn es ist alles außer Frieden was mit den Genfer Beschlüssen ausgelöst werden könnte und es ist überaus gefährlich für Europa, Arabien und auch für die USA.

Die USA haben den Iran faktisch als Atommacht zweiter Klasse anerkannt. Eine Atommacht zweiter Klasse verfügt zwar über keine Atomwaffen aber über das Wissen innerhalb weniger Wochen und Monate Atomwaffen herzustellen. Solche Länder sind zum Beispiel Deutschland, Japan, Saudi-Arabien und im geringeren Umfang Südafrika und Brasilien. Damit muss sich der Iran nicht auf die Stufe mit den durchgeknallten Nordkoreanern stellen macht sich aber trotzdem unangreifbar. Das ist des Pudels Kern! Mit dieser Garantie, mit den neuen Beziehungen zu den USA und Israel das aus Angst vor dem eignen Ansehen, das sowieso schon beschissen ist, kann der Iran seine Großmachtambitionen ausleben und die Achse Iran-Irak-Syrien vollenden. Er kann sich den Irak unter die Finger reisen und die Syrer so lange abschlachten bis keiner mehr außer Teherans Vasallen am Leben ist. Der Beschluss von Genf ist auf keinen Fall die große Lösung und der Beginn zu einem friedlichen Nahen Osten. Es ist viel eher der Auftakt zum Kalten Krieg light. Die Achse Saudi-Arabien-Golfstaaten-Ägypten gegen Iran-Irak-Syrien. Dazwischen das größenwahnsinnige neuosmanische Reich, das verhasste Israel und das bettelarme Jordanien.

Man löst keine Probleme indem man sie auf Eis legt - Winston Churchill

Die Sache mit den 12.000 Raketen

Es starben 90 Palästinenser aber nur 3 Israelis. Was sagt uns das?

Ein Kommentar der fast unter jedem Beitrag mit Bezug auf Israel, Naher Osten, oder Gaza steht. Über den neusten Beitrag unseres Freundes Augstein brauche ich erst gar nicht sprechen. Der führt nur zu intensiver Wiedergabe meines Essens.

Was sagt uns also das 80 Palästinenser tot sind aber nur 3 Israelis?

1. Die Israelis tun alles um ihr Volk zu schützen

2. Der Hamas geht das eigene Volk am Arsch vorbei

3. Die israelischen Angriffe haben eine große Effizienz. Nach 1000 Luftschlägen sind, nach der größten Schätzung etwa 100 Personen getötet werden. Das macht pro 10 Luftschläge 1 Tote

4. Die Raketen der Hamas sind nur billige Feuerwerkskörper

5. Iron Dome und andere Raketenabfangsysteme arbeiten effektiv genug um Ballungszentren zu schützen

Eigentlich hat dieser Satz aber einen ganz anderen Zweck. Er soll Israel in die Ecke des bösen Aggressors stellen der doch viel mehr Menschen tötet. Dieser Satz verharmlost dabei die 12.000 Raketen die in den letzten Jahren auf Israel geschossen wurden. Oder die 800 die seit Beginn der neusten Offensive abgeschossen wurden. Die bösen Israelis sollen doch damit Leben das sie andauernd unter Beschuss genommen werden. Es ist ja nicht schlimm tagtäglich in Bunker hüpfen zu müssen, nackt über die Straße zu rennen oder wenn man im Wohnzimmer sitzt Angst haben zu müssen das einem eine Rakete gleich den Kopf weg pustet. Was ist schon die Angst zu sterben, die zerstörte Jugend von Kindern die mit dem täglichen Luftalarm aufwachsen. Was ist schon die Traumatisierung von 75% der Bevölkerung in Reichweite der Raketen.

Ach ich habe vergessen. Alle Israelis lieben die Apartheit, sind Faschisten und bevorzugen die Endlösung. Oder war das nicht doch die Hamas?