Kriege sind immer zu gewinnen

Der nun im 12. Jahr befindliche Krieg der Nato in Afghanistan kann nicht gewonnen werden. Dass wusste vor 12 Jahren schon Scholl-Latour.

Ich habe mich in meinem Blog schon einmal zum Afghanistan Krieg geäußert. Dabei vertrat ich die Meinung das man den Afghanistan Krieg nicht nur nach dem Soll-Bestand sondern auch nach den Was-Wäre-Wenn-Bestand bewerten sollte. Ich zog die positive Bilanz das der Einsatz es wert war um weitere 9/11 geplant und geführt aus Afghanistan zu verhindern, um die Islamisten im eigenen Land zu binden und ihre Ressourcen dort ausbluten zu lassen und klar zu beweißen das man im Falle eines Angriffes zurückschlägt.

Der Krieg in Afghanistan kann gewonnen werden. Dagegen spricht nichts. Keiner kann behaupten das der Krieg nicht zu gewinnen wäre. Tatsache ist aber das es gar nicht gewünscht ist den Krieg zu gewinnen. Denn um Partisanenkriege zu gewinnen haben Armeen der Weltgeschichte schon immer zu brutalsten Methoden gegriffen, ob es die gekreuzigten Sklaven sind, die erschlagenen Heiden, die hingerichteten Freischärler oder das von SS-Schergen zerstörte Dorf. Tatsächlich kann man gegen einen Feind der als Partisan ist nicht in einem symetrischen Krieg gewinnen. Die USA haben erkannt wie man die Kriege gegen die Partisanen führt. Nämlich mit genau den selben Mitteln wie die Partisanen, kleine Einsatzgruppen, keine große Besatzung, präzise Schläge gegen gut ausgewählte Ziele, Tötung einer jeder Person die dem Widerstand verdächtigt wird. Doch leben wir in einer Zeit und Gesellschaft die es nicht zulässt und nicht zulassen darf das wir den Krieg bis zum äußersten führen. In Afghanistan beweißt sich der Satz:  „Der Klügere gibt nach.“ Die USA und die ISAF hätten die Möglichkeiten und Mittel mit selber Münze zu vergelten aber sie verzichten. Sie beginnen nicht damit, wie Wehrmacht Einheiten 1944, ganze Dörfer nieder zu brennen, willkürliche Razzien durchzuführen und Geiseln zu nehmen. Sie haben erkannt das der Abzug nötig ist, da die Mittel nicht eingesetzt werden dürfen die möglich wären.

Tatsache ist das die Mittel gegen die Taliban bekannt und vorhanden sind aber unser Glaube an Menschenrechte und Freiheit uns davon abhält diese Mittel auch einzusetzen.

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4 Gedanken zu “Kriege sind immer zu gewinnen

  1. Macciavelli wird oft falsch verstanden. Er verweist hier auf die Transintensionalität. Strategie ist das eine, aber Kriege sind keine Sandkastenspiele.

    Es ist richtig, in Kriegen bzw. nach Kriegen gibt es Sieger und Besiegte. Gewinner gibt es aber niemals, alle verlieren. Die Folgen eines Krieges sind so unvorhersehbar wie die von Naturkatastrophen. Die Zeche zahlen mehrheitlich oft völlig Unschuldige. Wir sehen das deutlich in Afghanistan. Die Gewaltspirale dreht sich…
    Macciavelli hat das richtig erkannt.

    • Kein Plan überlebt die erste Feindberührung. – Hemluth von Moltke

      Mit eurer Aussage habt ihr sicherlich recht. Im Endeffekt sind Kriege immer Schuld an der Vernichtung von Kapital und am Tod, von meist, unschuldigen Personen die den Krieg wieder gewollt noch ausgelöst haben. Krieg ist per se etwas schlechtes und erzeugt wenig, bis gar nichts, gutes.

      In meinem Artikel geht es aber weniger um die moralische Beurteilung. Es geht darum das es Stimmen gibt die sagen: „Nach dem Afghanistanfeldzug ist der, subjetkive, Sieg nicht zu erringen“. Und das ist Falsch. Der Sieg in Afghanistan wäre zu erringen, dies wäre aber nur unter Einsatz von Mitteln möglich die als verbrecherisch eingestuft sind und zu Recht (!) verboten sind.

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