Gerechtigkeit ist keine Frage von politischer Ideologie

Hier stieß ich auf einen Artikel über Steuerhinterziehung mit dem Fazit: „Er hat niemandem bestohlen oder geschadet, er hat nur sein Eigentum behalten.“

Natürlich kann und möchte ich dieses Fazit nicht teilen. Jeder Bürger eines Staates hat die Pflicht Steuern zu bezahlen und diese nicht zu hinterziehen. Wer damit argumentiert Steuern seien Unmoralisch und die Tat der Hinterziehung irgendwie doch moralisch argumentiert gefährlich. Die Moral wurde schon zu oft für falsche Zwecke verwendet. Für andere ist Massenmord moralisch, die Unterdrückung der Frau und Sexualität ist auch moralisch und wieder andere empfinden Reichtum als unmoralisch. Trotzdem dürfen sie nicht Menschen umbringen, Frauen in ihren Rechten einschränken oder auf einer Straße jemandem den Geldbeutel, zum Wohle des Proletariats, abknöpfen.

In der Diskussion bin ich aber auf ein viel wichtigeres Thema gestoßen. Gerechtigkeit. Ich hätte es in diesem Blog eigentlich niemals erwartet aber tatsächlich wurde ich als „Linker“ beleidigt, ja das ist eine Beleidigung für mich. Ich finde es schade das im liberalen Spektrum Menschen die einen anderen, moralischen ;), Sinn für Gerechtigkeit haben direkt als Linker bezeichnet werden. Gerechtigkeit ist aber keine Frage der politischen Ideologie und sollte auch nicht als diese immer wieder missbraucht werden. Nur weil ich Steuerhinterziehung doof finde finde ich nicht Verstaatlichung, 75% Steuern und den Genderwahnsinn toll. Irgendwie habe ich auch wenig gegen Juden, Israel und Amerika. Es ist doch so das Gerechtigkeit ein universaler Wert ist. Demokratische Ideen versuchen immer Gerechtigkeit herzustellen oder zu fördern. Dies geschieht über die Ideale der „Leistungsgerechtigkeit“ oder einfach über simple Umverteilung. Trotz allem ist Gerechtigkeit eine elementare Idee und es würde einigen Liberalen nicht schaden die tatsächliche Welt zu betracht und das Ideal der Gerechtigkeit für sich selbst einzufordern und zu definieren.

wealth

Advertisements

Kriege sind immer zu gewinnen

Der nun im 12. Jahr befindliche Krieg der Nato in Afghanistan kann nicht gewonnen werden. Dass wusste vor 12 Jahren schon Scholl-Latour.

Ich habe mich in meinem Blog schon einmal zum Afghanistan Krieg geäußert. Dabei vertrat ich die Meinung das man den Afghanistan Krieg nicht nur nach dem Soll-Bestand sondern auch nach den Was-Wäre-Wenn-Bestand bewerten sollte. Ich zog die positive Bilanz das der Einsatz es wert war um weitere 9/11 geplant und geführt aus Afghanistan zu verhindern, um die Islamisten im eigenen Land zu binden und ihre Ressourcen dort ausbluten zu lassen und klar zu beweißen das man im Falle eines Angriffes zurückschlägt.

Der Krieg in Afghanistan kann gewonnen werden. Dagegen spricht nichts. Keiner kann behaupten das der Krieg nicht zu gewinnen wäre. Tatsache ist aber das es gar nicht gewünscht ist den Krieg zu gewinnen. Denn um Partisanenkriege zu gewinnen haben Armeen der Weltgeschichte schon immer zu brutalsten Methoden gegriffen, ob es die gekreuzigten Sklaven sind, die erschlagenen Heiden, die hingerichteten Freischärler oder das von SS-Schergen zerstörte Dorf. Tatsächlich kann man gegen einen Feind der als Partisan ist nicht in einem symetrischen Krieg gewinnen. Die USA haben erkannt wie man die Kriege gegen die Partisanen führt. Nämlich mit genau den selben Mitteln wie die Partisanen, kleine Einsatzgruppen, keine große Besatzung, präzise Schläge gegen gut ausgewählte Ziele, Tötung einer jeder Person die dem Widerstand verdächtigt wird. Doch leben wir in einer Zeit und Gesellschaft die es nicht zulässt und nicht zulassen darf das wir den Krieg bis zum äußersten führen. In Afghanistan beweißt sich der Satz:  „Der Klügere gibt nach.“ Die USA und die ISAF hätten die Möglichkeiten und Mittel mit selber Münze zu vergelten aber sie verzichten. Sie beginnen nicht damit, wie Wehrmacht Einheiten 1944, ganze Dörfer nieder zu brennen, willkürliche Razzien durchzuführen und Geiseln zu nehmen. Sie haben erkannt das der Abzug nötig ist, da die Mittel nicht eingesetzt werden dürfen die möglich wären.

Tatsache ist das die Mittel gegen die Taliban bekannt und vorhanden sind aber unser Glaube an Menschenrechte und Freiheit uns davon abhält diese Mittel auch einzusetzen.