Das Problem mit dem brennenden Haus

Wir haben folgendes Problem:

Das Haus unseres Nachbarn brennt.

Folgendes steht in den Regeln:

Wir müssen zusehen wie das Haus des Nachbars abbrennt, auch wenn die Gefahr besteht das der Brand übertritt dürfen wir nicht löschen und müssen weiter zusehen. Haben wir ihm Geld geliehen oder geholfen seinen Garten zu errichten ist das auch unser Problem. Der Brand wird nicht gelöscht.

Folgendes wird aber trotzdem getan:

Wir löschen das Haus des Nachbar mit unserem Schlauch und geben ihm Geld eine ordentliche Brandsicherung in seinem Haus zu installieren. Leider will der Nachbar aber gar keine Brandsicherung installieren weil das ja Arbeit bedeutet. In der Zwischenzeit haben die nächsten 4 Nachbarhäuser auch angefangen zu brennen. Wir müssen also auch das nächste Haus löschen, diese Hausbesitzer haben leider auch keine Brandsicherung installiert und wollen auch nicht nachrüsten. Es gilt das Motto: „Unnötige Arbeit unbedingt vermeiden!“

Aber Warum brennen eigentlich alle Häuser?

In den letzten 10 Jahren hat kein Haus mehr gebrannt, da kam der kluge Makler und meinte. „Warum sollten wir überhaupt eine Brandsicherung installieren wenn sowieso nie etwas brennt. Investieren sie das Geld lieber in ihren Urlaub und sie sparen dazu noch die Anstrengungen die Sicherung zu installieren und regelmäßig zu warten.“

Was meint unsere Frau eigentlich dazu das wir dauernd mit unserem Schlauch Häuser löschen und den Nachbarn die Brandsicherung bezahlen:

„Lass die faulen Säcke doch machen. Sie haben ihr Haus und wir unser Haus. Es geht uns perfekt und warum sollte es uns überhaupt interessieren wenn das Haus des Nachbars brennt. Es hat bei uns in den letzten 10 Jahren ja eh nicht gebrannt und wir haben in die Brandsicherung investiert. Wird schon alles klappen.“ Problem dabei: Wenn die Nachbarschaft brennt hilft auch die beste Brandsicherung nichts mehr, entweder greift der Brand auf einen Selber über oder man wohnt in einer heruntergekommenen, abgefackelten Nachbarschaft wo kein Schwein investieren will und wo die Nachbarn, früher gute Kunden, plötzlich nix mehr kaufen.

Wo sind wir?

Europa

Was bedeutet eine Alternative (für mich)?

Eine echte, alternative, politische Partei bedeutet für mich eine Partei die ein konkretes Ziel oder einen konkreten Fahrplan aufzeigt. Die „Alternative für Deutschland“ bedeutet für mich keine konkrete Alternative. Ich ordne sie eher dem konservativen Konsens  zu. In den normalen Bürgerlichen Schichten ist es Konsens das Europa scheiße ist. Der Name soll im Gegensatz zu diesem Konservativismus aber Aufbruch und Erneuerung bedeuten. Alternative heißt für mich das etwas Neues erschaffen werden soll. Der Gegenteil ist aber der Fall. Die AFD will nichts Neues einführen. Sie will überholte Strukturen wiederherstellen. Natürlich darf jede Partei machen was sie will. Würde die Alternative aber mich ansprechen wollen müsste sie neben dem klaren Zurück in ihrem Parteiprogramm ebenfalls ein Vorwärts haben.

Wir fordern eine Stärkung der Demokratie und der demokratischen Bürgerrechte. Parteien sollen am politischen System mitwirken, es aber nicht beherrschen.

Leider kein Wort. Wie dieses geschehen soll. Wie der konkrete Fahrplan aussieht. Aber nicht nur das ist eine Schwäche, aus meiner Sicht. Wenn die Partei mich überzeugen möchte müsste sie folgende Fragen stellen und beantworten:

  1. Welche Rolle soll Deutschland in der Welt spielen und wie wollen wir diese Rolle erreichen
  2. Wie soll die deutsche Industrie langfristig mit Ressourcen versorgt werden
  3. Wie soll die deutsche Industrie und Bevölkerung langfristig und stabil mit Energie versorgt werden
  4. Wie wollen wir die Auswirkungen des demographischen Wandels, konkret, beseitigen
  5. Wie will Deutschland langfristig konkurrenzfähig gegenüber Rohstoff und Menschenreichen Staaten bleiben
  6. Wie soll sich Europa entwickeln, welche Aufgaben soll es lösen und welchen Zweck haben

Sobald diese Fragen beantwortet sind kann ich darüber nachdenken diese Partei zu wählen.

Natürlich betrifft nicht nur die AFD diese Fragen. Jede politische Partei in Deutschland hat die Aufgabe, und die Pflicht, diese Fragen transparent und für die Bevölkerung verständlich zu lösen und zu beantworten.

Antizionismus – Der Klebstoff der Weltanschauungen

Es ist offensichtlich der der Antizionismus sich inzwischen zu einem Ersatzantisemitimus entwickelt hat. Ich werde mich aber heute mal ganz auf die Funktion als Klebstoff verschiedenster Weltanschauungen konzentrieren.

Der Antisemitismus war schon immer ein Werkzeug um verschiedenste Gesellschaftliche Schichten und Systeme zusammenzuhalten. Welche Gemeinsamkeiten hatten Nationalsozialismus und Stalinismus? Faschismus und die Autokratie? Demokratie und Gottesstaaten? Es gab immer Abschnitte in denen Juden zu Staatsfeinden und Nicht-Staatsbürgern erklärt wurden. Interessant ist auch das die Zwangsmaßnahmen mit der Heftigkeit der Diktatur zunahmen. So wurden sowohl im Nationalsozialismus wie im Stalinismus Juden gezielt verhaftet und vernichtet. Zwar wurde im Stalinismus dies nicht so massiv praktiziert und das Ziel war die gesamte kapitalistische Schicht doch trotzdem war ein großes Ziel die Juden, was natürlich auch durch die Ärzteverschwörung, die Stalin provoziert und inszeniert hat, bewiesen wird.

Doch wo sind jetzt die Gemeinsamkeiten zum Antizionismus? Die Gemeinsamkeiten treten in der Nutzung dieser „Ideologie“ als Waffe und Klebstoff auf. Demokratien, die Türkei, Gottesstaaten, der Iran, Diktaturen, Syrien und Ägypten und in sozialistischen Bewegungen, ala RAF oder auch Die Linke. Auch dort wird der Antizionismus missbraucht um den Staat zusammenzuhalten. Einfach macht er das weil der Antizionismus eine Ideologie ist die sich fast jeder aneignen kann, Linke, Rechte, Bürgerliche, Islamisten, Fundamentalisten und andere Radikale. Ein klares Feindbild das außerhalb der eigenen Bekanntschaft agiert und sowieso immer auf der Anklagebank sitzt verbindet die verschiedensten Schichten. So arbeitet der Iran und Saudi-Arabien zusammen um Israel „los zu werden“. Obwohl in anderen Thema ein kalter Krieg zwischen beiden Seiten herrscht. So funktionierte es auch mit dem Antisemitismus. Er verband die Konservativen und Nationalsozialistische Schichten des Dritten Reiches gemeinsam gegen ein Feindbild.