Divide et impera

Das Eingliedern souveräner Völker in ein Imperium ist ein Verbrechen an der Menschheit und wird hoffentlich bald auch als solches Behandelt. Multikulti ist ein widernatürlicher Vorgang, der die Kulturen beider Völker zerstört und die Bevölkerung eines Landes schwächt, weil man plötzlich auf kulturfremde Gegebenheiten rücksichtnehmen muss. Dies ist ein Machtinstrument, „Teile und Herrsche“, was die Rechte beider Völker schwächt.

Diese Aussage ist in dieser Form natürlich oft verbreitet und schlichtweg falsch. Ich möchte mich nicht auf die Imperium Problematik und die durchaus, kontroversen, Aussagen des Artikels beziehen sondern auf die Aussage das Multikulti ein widernatürlicher Vorgang ist der ein Land schwächt.

In der Tat leben große Staaten und Imperien meist von Multi-Kulti, ein recht neues Wort was aber schon seit Jahrtausenden praktiziert wird, das in dem Artikel genannte, römische Reich ist ein perfektes Beispiel wie wichtig Multi-Kulti für den Erhalt eines großen Staates und dessen ständige Reformbereitschaft ist.  Die Römer zeichneten sich durch das Talent der Assimilierung aus. Nicht Integration, also Verwandlung des fremden in das bestehende kulturelle Bild sondern der Einbau des Fremden in das eigene Bild. Allein die Götterwelt zeigt den Wandel. Die, ursprünglichen, römischen Götter sind ein billiger Abklatsch griechischer Götter versehen mit neuen Namen. Aber auch sonst sieht man viele Gemeinsamkeiten mit den antiken Griechen. Das System der römischen Kolonialisierung und Städtegründung ist den Griechen zuzuordnen. Aber vor allem im wichtigen römischen Bereich, dem Militär, zeigt sich die Anpassungsfähigkeit des römischen Volkes und Staates. So übernahmen in der frühen Geschichte die Römer die Helme der Etrusker, begannen nach einem Krieg mit Karthago mit dem Aufbau einer Flotte nach genau diesem Vorbild und übernahmen selbst während der Zeit der Völkerwanderungen und des Zerfalls Taktiken, Bewaffnungen und sogar Generäle von andere Völkern die meist den Römern überlegen waren und einen besseren Blick für Geschichte und Taktiken hatten.  Die Römer hatten keine Probleme  „Ausländern“ ihre Kultur und Religion zuzubilligen solange man sich an römische Gesetze hielt und Steuern zahle. Die Übernahme des Christentums, das heute so gerne als Identität bezeichnet wird, ist eigentlich das Stehlen einer Religion einer Sekte aus Palästina. Und trotzdem überdauerte Rom noch viele Jahrhunderte und der christlichere Teil sogar noch bis ins 15. Jahrhundert.

Multi-Kulti ist ein wichtiger Bestandteil von Staaten. Das Bild der Nationalstaaten ist durchaus in Zweifel zu ziehen das es vor allem kurzsichtig und egoistisch ist. Die Übernahme fremder Gebräuche und Ideale hat meistens Imperien eher vorangebracht als ausgebremst.

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